Daten & Fakten

© Stadtgemeinde Traiskirchen

Geographische Daten

Die Stadtgemeinde Traiskirchen gehört zum Verwaltungsbezirk Baden und ist eine der bevölkerungsreichsten Gemeinden im Bezirk. Das Stadtgebiet umfasst 29,11 km2. Der Ort liegt rund 200 Meter über dem Meeresspiegel am westlichen Rand des Wiener Beckens an der Thermenlinie. Die zahlreichen Weingärten sind umgeben vom Anninger (675 m) und von dem Eichkogel (367 m). Die höchste Erhebung im Stadtgebiet ist die sogenannte Mandelhöhe (256 m), dort steht auch die Urbanuskapelle, das Wahrzeichen Traiskirchens.

Bevölkerungsstand 

Traiskirchens Bevölkerungsstand zählt per 31.11.2019; 20.636 EinwohnerInnen.
davon leben:

  • 7.000 EinwohnerInnen in Traiskirchen
  • 5.015 EinwohnerInnen in Möllersdorf
  • 3.300 EinwohnerInnen in Wienersdorf
  • 3.998 EinwohnerInnen in Tribuswinkel
  • 1.323 EinwohnerInnen in Oeynhausen

Aufteilung des Gemeindegebiets

  • Gesamtfläche: 29,11 km²
  • Bebaut: 6 km² und 48,0 ha
  • Waldfläche: 99,4 ha
  • landwirtschaftliche Flächen und Gärten: 21 km² und 58,6 ha
  • andere Grünflächen: 22 km² und 58,0 ha

Die Geschichte Traiskirchens auf einen Blick

  • 1113 n. Chr.
    • Die Gegend ist seit der Römerzeit nachweislich besiedelt. Erstmalig urkundlich erwähnt wird Traiskirchen in einer Schenkungsurkunde der Adelsfamilie von Meginhardus de Drazichkirchen.
    • Bereits im Mittelalter siedelten sich Schmiede, Sattler und Wagner an, die den Durchreisenden ihre Dienste anboten. Die Menschen lebten von Gewerbe, Weinbau und Landwirtschaft.
  • Traiskirchen unter der Herrschaft der Habsburger
    • 1278 kam das Gebiet in habsburgische Herrschaft.
    • 1319 wurde Traiskirchen das Marktrecht verliehen.
    • 1514 verlieh Kaiser Maximilian I. dem Markte Traiskirchen ein eingenes Wappen.
  • Türkeneinfall in Traiskirchen
    • 1. Türkeneinfall, 1529: Folgen waren die enorme Verwüstung der Stadt und einige Todesopfer.
    • 2. Türkeneinfall, 1683:Traiskirchen wurde fast vollständig zerstört. Die Stadtpfarrkirche St. Margaretha diente lange Zeit als Wehrkirche.
  • Pestzeit in Traiskirchen
    • 1713: Erlagen viele BürgerInnen der Pestseuche.
    • 1722: Im Gedenken an die Seuche und dessen Todesopfer wurde die Dreifaltigkeitssäule am Hauptplatz errichtet.
  • Industrialisierung in Traiskirchen
    • Aufgrund der verkehrstechnisch günstigen Lage zwischen Wien und Wiener Neustadt wuchs Traiskirchen zu einer wohlhabenden Gemeinde mit vielen Gasthöfen und Handwerksbetrieben.
    • 1848: Nach der Revolution wurden die Rechte der Grundherren aufgehoben und Möllersdorf und Wienersdorf mit der Marktgemeinde Traiskirchen vereinigt.
    • 1824: Mit der Kammgarnspinnerei in Möllersdorf eröffnet der erste Industriebetrieb in der Gemeinde.
    • 1869: Knapp 4.000 Personen hatten ihren Lebensmittelpunkt in Traiskirchen.
    • 1897: Gründung des Semperitwerks.
    • Die Verkehrswege wurden ausgebaut: im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde der Wiener Neustädter Kanal errichtet, die Südbahn und die Aspangbahn sowie später die Badener Bahn in Betrieb genommen. 
  • 1927: Stadterhebung
    • Traiskirchen wird unter Bgm. Johann Schuster zur Stadt erhoben.
  • 1950: Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg
    • Traiskirchen befindet sich im Wiederaufbau aufgrund der katastrophalen Folgen, die der 2. Weltkrieg und die sowjetische Besatzung mit sich gebracht haben.
    • 1955: Neues Rathaus wird eröffnet.
  • Flüchtlingslager Traiskirchen – von der Kadettenschule zum Flüchtlingsheim
    • 1956: Die ursprüngliche Kadettenschule wird im Zuge der Fluchtbewegungen des ungarischen Volkaufstands zum Durchzugslager für Flüchtlinge umfunktioniert.
  • 1972: Die Stadtgemeinde Traiskirchen wird „vervollständigt“
    • Bundesbeschluss der NÖ Landesverwaltung: Die Gemeinden Tribuswinkel und Oeynhausen werden zusammengelegt. Die „Stadtgemeinde Traiskirchen“ besteht seitdem aus den fünf Katastralgemeinden Traiskirchen, Tribuswinkel, Möllersdorf, Oeynhausen und Wienersdorf.
  • Schließung der Semperit - das Ende einer langen Ära
    • 2002: Der über Jahrzehnte größte Arbeitgeber der Stadt, der Reifenhersteller Semperit, wird nach zähem Widerstand der Belegschaft geschlossen. Rund 1.500 MitarbeiterInnen verloren aufgrund der Schließung ihre Arbeit.
  • Starke wirtschaftliche und demografische Entwicklung
    • Seit den 1990er Jahren vollzog sich ein Wandel vom Industrieort zu einem Wohn- und Dienstleistungsort.
    • Seit 2008 erblühen die ehemaligen Industriehallen der Semperit zu neuem Leben. Das ehemalige Industriejuwel der Stadt wurde revitalisiert und beherbergt nun als „Gewerbepark Traiskirchen" an die 66 Unternehmen mit fast 700 Mitarbeitern.
    • Die Lebensstadt Traiskirchen zählt heute um die 20.000 Einwohnende und setzt mit vielfältigen Impulsen in den Bereichen Familie, Bildung und Klimaschutz auf hohe Lebensqualität für alle Generation. 

Literatur über Traiskirchen

Für alle, die schon immer mehr über Traiskirchen wissen wollten, ist eine große Anzahl an Büchern über Traiskirchen erschienen. Diese Bücher beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Themen rund um die Geschichten und Ereignisse, die in Traiskirchen stattgefunden haben.

Buchtitel

Preis

FOTO | SYNTHESE - Eine Zeitreise in Bildern

20 Euro

Die Stadt Traiskirchen 2007

10 Euro

Das Schulwesen in Traiskirchen

  5 Euro

Von der Kadettenschule zum Flüchtlingslager

10 Euro

10 Jahre Kerker zu Möllersdorf

  5 Euro

K. u. k. Oberleutnant Adolf Hofrichter - Ein verpfuschtes Leben - Mörder als Opfer eines Justizirrtums?

  5 Euro

Die Nikolauskirche

  5 Euro

Pfarrkirche "St. Margaretha"

  5 Euro

Das alte Traiskirchen - 150 Ansichtskarten

19,50 Euro

Was wurde aus dem Flüchtlingslager?

  5 Euro

Jubiläumsbuch 2002: Zeugen der Geschichte an den Straßen und auf den Plätzen unserer Stadt

10 Euro

Das Notgeld und die frühen 20er Jahre

  5 Euro

Der niederösterreichische Maler Franz Bilko - Das Buch zur Ausstellung

10 Euro

Erinnerungen aus der Jugendzeit

  8 Euro

Heimatkundliche Nachrichten Band 1, 2, 3, 4, 5 und 6 - je

10 Euro

1805 - 1809 Napoleon

15 Euro

Museumsführer

  2 Euro

Radführer "Radatlas Wienerwald"

  7,70 Euro