Stadtgemeinde Traiskirchen

Die Zeit des Erwachens

Achtsamkeit in der Brut- und Setzzeit

Achtsamkeit in der Brut- und Setzzeit
Brut- und Setzzeit © Stadtgemeinde Traiskirchen

Warum ist die Brut- und Setzzeit so wichtig?

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Rehkitz, versteckt im hohen Gras, oder ein kleiner Hase, der in einem Nest am Boden liegt. In dieser Zeit sind Wildtiere besonders verletzlich. Bodenbrüter wie Rebhuhn und Fasan bauen ihre Nester direkt auf dem Boden, während Hasen und Rehe ihre Jungtiere in Wiesen und Feldern ablegen. Diese Verstecke sind oft schwer zu erkennen und können leicht zur Gefahr werden.

Die Herausforderung für unsere vierbeinigen Freunde

Unsere Hunde, so lieb und treu sie auch sind, können in dieser Zeit eine unbewusste Bedrohung darstellen. Selbst wenn sie nicht jagen, können sie Nester zertreten oder Jungtiere aufscheuchen. Stellen Sie sich vor, Ihr Hund schnüffelt neugierig an einem versteckten Nest oder einem kleinen Rehkitz. Die Elterntiere, gestresst und verängstigt, könnten ihren Nachwuchs verlassen.

Was können wir tun?

Um unsere heimischen Wildtiere in dieser wichtigen Zeit zu schützen, ist unsere Mithilfe gefragt. Hier sind einige einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, die wir ergreifen können:

  • Leinenpflicht beachten: Führen Sie Ihren Hund in Wiesen und Feldern stets an der Leine.
  • Auf den Wegen bleiben: Vermeiden Sie es, abseits der Wege zu laufen, um Nester und Jungtiere nicht zu stören.
  • Hundeauslaufzonen nutzen: Nutzen Sie ausgewiesene Hundeauslaufzonen, damit Ihr Hund trotzdem ausreichend Bewegung bekommt.
  • Rücksicht nehmen: Seien Sie besonders aufmerksam und rücksichtsvoll, wenn Sie mit Ihrem Hund in der Natur unterwegs sind.
  • Bewusstsein schaffen: Informieren Sie auch andere Hundebesitzer über die Bedeutung der Brut- und Setzzeit.

Wildtierschutz im eigenen Garten

Auch in Ihrem eigenen Garten können Sie einen wertvollen Beitrag leisten:

  • Wählen Sie heimische Pflanzen und Hecken.
  • Lassen Sie Schnittgut liegen, um Igeln Unterschlupf zu bieten.
  • Schaffen Sie „wilde Ecken“ für Insekten.
  • Bieten Sie sichere Wasserstellen an und sichern Sie diese ab, damit Wildtiere nicht ertrinken.
  • Trockensteinmauern bieten Eidechsen einen Lebensraum.
  • Baum- und Heckenschnitte sind in der Brutzeit zu vermeiden.

Gemeinsam für den Schutz der Wildtiere

Indem wir diese einfachen Tipps befolgen, können wir gemeinsam dazu beitragen, dass Rebhuhn, Hase und Reh ihren Nachwuchs sicher aufziehen können. Lassen Sie uns die Schönheit des Frühlings genießen und gleichzeitig unsere Verantwortung gegenüber der Natur wahrnehmen.

Tierschutz-Hotline in Niederösterreich

Bei Fragen oder in Notfällen steht Ihnen die Tierschutz-Hotline in Niederösterreich unter der Telefonnummer 0800/000 134 rund um die Uhr zur Verfügung. Hier erhalten Sie telefonische Erstberatung in Tierschutzfragen und schnelle Hilfe in schwierigen Situationen.