Geologie

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Die Ebene des Wiener Beckens hat es in sich – oder besser unter sich. Bis zu 5 km unter uns liegen die Berge, die vor ca. 20 Mio. Jahren die direkte Verbindung zwischen den Alpen und den in Bratislava beginnenden Kleinen Karpaten bildeten.

Vor ca. 17 Mio. Jahren begann die Bewegung der Kontinentalplatten, die die bis dahin geschlossene Gebirgskette der Alpen und Karpaten auseinanderreißen sollte.

Ein Meer in Traiskirchen?

Durch das Auseinanderdriften senkte sich der Bereich des Wiener Beckens ab und wurde langsam von einem der Ur-Meere, der Paratethys, überflutet. In dieser Umgebung bildeten sich auch Erdölvorkommen, die der Grund für (Probe-) Bohrungen waren und uns ein genaueres Wissen über die geologischen Besonderheiten ermöglichen.

In den nachfolgenden Jahrmillionen wurden die abgesenkten Berge von einer bis zu 5.000 m hohen Decke aus Abtragungsmaterial aus den umliegenden Gebirgen begraben. Durch die Überflutung des Einbruchsbeckens lagerten sich hier Ton und Tegel ab, die weit später das Ausgangsmaterial für die Ziegelproduktion am Anfang der Industrialisierung darstellten. Weiters entstand dadurch auch die für menschliche Siedlungen ideale Einebnung des Geländes – Sie befinden sich in Traiskirchen also direkt auf Meeresboden!