Stadtgemeinde Traiskirchen

„Nähe zu den Menschen ist das Wichtigste“

Ein Gespräch mit Alexandra Kropf, Ortsvorsteherin von Wienersdorf

Ein Gespräch mit Alexandra Kropf,  Ortsvorsteherin von Wienersdorf
Ortsvorsteherin Alexandra Kropf im Einsatz für Wienersdorf © Stadtgemeinde Traiskirchen

Gemeindepost (GP): Frau Kropf, Sie sind seit einiger Zeit Ortsvorsteherin von Wienersdorf. Was hat sich für Sie dadurch verändert?

Alexandra Kropf (AK): Vor allem bin ich den Menschen in Wienersdorf noch näher gekommen. Ich werde nun viel öfter direkt angesprochen – sei es im Ort, beim Spazierengehen oder bei Veranstaltungen. Manche wollen einfach ein bisschen plaudern, andere kommen mit sehr konkreten Anliegen oder Problemen auf mich zu.

GP: Welche Themen werden dabei am häufigsten angesprochen?

AK: Das ist sehr unterschiedlich. Oft sind es ganz praktische Fragen, wie zum Beispiel nach Telefonnummern von Rathaus, Bauhof oder anderen Einrichtungen. Häufig geht es aber auch um Verbesserungsvorschläge oder konkrete Anliegen im Ortsteil – etwa der Wunsch nach einem Behindertenparkplatz, Hinweise auf kaputte Gehsteige oder klappernde Kanaldeckel, Verunreinigungen, Sturmschäden an Bäumen oder stark wuchernde Sträucher. Es geht also um alles, was das tägliche Leben im Ort betrifft.

GP: Gibt es Projekte, auf die Sie besonders stolz sind?

AK: Ja, ganz besonders freut mich, dass wir auf Wunsch von Claudia Skrianz rasch eine Bücherzelle am Skrianzplatz umsetzen konnten. Sie erfreut sich seither großer Beliebtheit und wird rege genutzt. Außerdem haben wir bereits große Teile Wienersdorfs mit klimafitten Pflanzen neu bepflanzt – das trägt nicht nur zur Verschönerung des Ortsbildes bei, sondern ist auch ein wichtiger Beitrag zur Klimaanpassung.

GP: Was zeichnet Wienersdorf für Sie besonders aus?

AK: Der Zusammenhalt in der Bevölkerung ist wirklich bemerkenswert. Das hat sich auch beim Hochwasser im letzten Jahr gezeigt – da wurde sofort geholfen, zugepackt und gemeinsam angepackt. Dieses Miteinander ist etwas, auf das wir in Wienersdorf wirklich stolz sein können.

GP: Wie gestalten Sie die Zusammenarbeit mit den örtlichen Institutionen?

AK: Der regelmäßige Austausch mit der Feuerwehr, den Gastrobetrieben und anderen Wienersdorfer Einrichtungen ist mir ein großes Anliegen. Ich schätze den offenen Austausch und höre mir gerne ihre Anliegen an – nur gemeinsam können wir den Ort weiterentwickeln.

GP: Wenn Sie einen Blick in die Zukunft werfen – was sind Ihre wichtigsten Projekte?

AK: Ganz klar: Die Ansiedelung eines Nahversorgers steht ganz oben auf meiner Wunschliste. Ein Geschäft mit den wichtigsten Dingen des täglichen Bedarfs würde nicht nur den Alltag erleichtern, sondern auch als Ort der Begegnung dienen. Auch die Belebung des Skrianzplatzes liegt mir am Herzen – gemütliche Ecken zum Sitzen und Tratschen würden diesen Platz noch einladender machen.

GP: Und die Wienersdorfer Au?

AK: Die Au ist ein echtes Naturjuwel – Erholungsraum und Lebensraum zugleich. Wir setzen alles daran, sie zu erhalten. Aktuell ist sie wegen der Hochwasser-Aufräumarbeiten forstlich gesperrt. Ich bitte alle, das Betretungsverbot zu respektieren.

GP: Vielen Dank für das Gespräch, Frau Kropf!

Alexandra Kropf MEd

  • Geboren: 1970 in Mödling, aufgewachsen in Wienersdorf (Lutterstraße - Kapellengasse)
  • Ausbildung & Beruf: Ausbildung zur VS Lehrerin - PH Baden
  • seit 2009 Volksschuldirektorin der VS Trumau
  • 2015 - 2018 Masterstudium "Schulmanagement" an der PH NÖ mit ausgezeichnetem Abschluss
  • Politische & ehrenamtliche Tätigkeiten: seit 2000 im Gemeinderat, Ortsvorsteherin seit 2020
  • 2014 bis 2022 Kassierin des FC AS Logistik Tribuswinkel
  • seit 2025 Mitglied des BezirksBetriebsAusschusses Baden der GÖD, Schulfußballreferentin in der HG Süd des NÖFV
  • Familienstand: Lebensgemeinschaft mit Ernest Patry,
  • zwei Söhne
  • Hobbies: Lesen, Gemeindepolitik, Reisen, Freunde treffen, mein Garten

E: a.kropf(at)sptraiskirchen.at

T: 0664 / 464 04 94