Anna Jermolaewa engagierte sich in den späten 1980er Jahren in Russland für die politische Opposition. Dadurch geriet sie ins Visier des KGB und musste aus dem Land fliehen. In Österreich erhielt sie schließlich politisches Asyl. 1989 verbrachte die Künstlerin einen Monat im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen. Dort verwendete sie selbst genau diese Telefonzellen, um ihre Familie in Leningrad zu verständigen, dass sie im Westen angekommen war.
Im Mittelpunkt ihres Werks: die sechs Telefonzellen des Erstaufnahmezentrums Traiskirchen, die für viele Flüchtende, wie auch Anna Jermolaewa selbst, den Kontakt in die Welt bedeuteten.


